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Für 200.000 Euro versteigert: Erbstück entpuppt sich bei Münzauktion in Osnabrück als Sensation

Themenbild: Pixabay

Osnabrück. Beinahe hätte ein Berliner eine von seinem Vater geerbte Münze für 900 Euro an einen Münzhändler verkauft – bei der „Raritäten-Auktion“ der Firma Künker in Osnabrück wurde die Goldmünze mit einem Porträt von Kaiserin Elisabeth von Russland (1741-1761), Tochter Peters des Großen, am Donnerstagabend nun aber für 210.000 Euro versteigert, wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet. Der Schätzwert hatte bei 150.000 Euro gelegen.

Der 70-jährige Vorbesitzer, der das Stück anonym von Künker versteigern ließ, kam beim Großreinemachen in der eigenen Wohnung auf die Idee, das Erbstück zu verkaufen. Ein Berliner Münzhändler bot ihm für die russische Münze laut „NOZ“ 900 Euro – auf Druck seiner Ehefrau ließ der Mann das Stück dann aber vom Münzauktionshaus Künker in Osnabrück schätzen. „Als die mich angerufen haben und mir sagten, der Schätzwert liege bei 150.000 Euro, dachte ich, ich falle vom Hocker“, sagte der 70-Jährige der „NOZ“.

Der Künker-Experte für russische Münzen, Dzmitry Nikulin, hatte festgestellt, dass die Münze im Jahr 1757 geprägt worden war. Zarin Elisabeth hatte das auf der 10-Rubel-Münze prangende Porträt von ihr, angefertigt vom Genfer Stempelschneider Jean-Jacques Dassier, aber nicht gefallen – so besagt es laut Nikulin die Legende. Daraufhin wurde die Prägung wieder eingestellt, was die Münze so selten macht. „Wenige Exemplare sind bis heute bekannt. Das macht den besonderen Wert dieser Münze aus“, so der Münzexperte.

Das Osnabrücker Auktionshaus Künker gilt als eines der renommiertesten Münzauktionshäuser Europas und hat einen Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro. Für Künker-Sprecherin Julia Kröner ist die Geschichte des Berliners keine Seltenheit: „Wir bekommen immer wieder Anfragen von Menschen, die geerbte Sammlungen schätzen lassen oder vielleicht sogar beim Durchforsten des Dachbodens auf längst vergessene Schätze stoßen.“ Mit Blick auf den Berliner Münzhändler, der für das sehr seltene Exemplar nur 900 Euro zahlen wollte, sagte sie der „NOZ“: „Wer weiß, wo das wertvolle Stück gelandet wäre, wäre der Finder nicht auf uns gestoßen.“ Mit dem Erlös von 210.000 Euro wurden alle Erwartungen des Verkäufers übertroffen: Der 70-jährige überlegt nun, seine Eigentumswohnung bei der Bank abzulösen – oder neu zu investieren.

PM/NOZ

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